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Oberzeller Schwestern verlassen Hof
Verabschiedung am 22. Oktober

91 Jahre lang waren sie aus den katholischen Pfarrgemeinden St. Marien und St. Konrad nicht wegzudenken – nun heißt es Abschied nehmen: Mit Schwester Auxilia, Schwester Blanka und Schwester Klareta verlassen die letzten Oberzeller Franziskanerinnen Hof. Ihr halbes Leben haben sie hier verbracht und vor allem der Betreuung der Kinder und Jugendlichen im „Elisabethenheim“, dem heutigen Jugendhilfehaus St. Elisabeth in der Orleansstraße gewidmet. Gerne denken sie daran zurück, auch wenn es nicht immer leicht war. Da gab es ganz alltägliche Schwierigkeiten mit Zöglingen, die zum Beispiel vom Lernen alles andere als begeistert waren, aber ebenso die Sorgenkinder, die besonders viel Aufmerksamkeit und Fürsorge brauchten. Auch nach der anstrengendsten Nachtschicht ging es am nächsten Tag mit dem gleichen Engagement weiter. Zeit zum Ausruhen blieb da kaum. Unvergessen sind die Ausflüge und Ferienfahrten, die allen Beteiligten gleichermaßen viel Spaß machten. Manch Schützling bat selbst im Erwachsenenalter die Schwestern noch um Rat und Hilfe – oder einfach um ein warmes Essen. Eine besonders schöne Belohnung für all die Mühen war es immer wieder, wenn die Schwestern miterleben durften, wenn eines der Kinder seinen Weg machte und dann als Erwachsener einen guten Beruf und eine eigene Familie hatte.

Obwohl das Jugendhilfehaus St. Elisabeth nun schon seit vielen Jahren unter weltlicher Führung ist, sind die drei Nonnen immer noch eine wichtige Anlaufstelle für viele Kinder, die im Heim untergebracht sind. Ihnen fällt es sehr schwer, sich von „ihren“ Schwestern zu verabschieden. Doch nach all den arbeitsreichen Jahren dürfen diese nun ihren wohlverdienten Ruhestand im Mutterhaus in Oberzell bei Würzburg genießen. Ein bisschen Wehmut kommt da natürlich auch auf. Seit 1971 war Schwester Blanka in Hof, Schwester Klareta und Schwester Auxilia kamen kurze Zeit später. Nun werden der Konvent aufgelöst, die Hauskapelle aufgegeben und die Koffer gepackt. Viel Gepäck ist es nicht, das die Schwestern aus Hof mitnehmen – ganz sicher aber viele schöne Erinnerungen.

Am 22. Oktober findet um 10 Uhr in der Marienkirche ein Festgottesdienst zur Verabschiedung statt. Am Nachmittag um 15 Uhr gibt es im Pfarrgemeindehaus St. Marien in der Bachstraße 10 zudem für alle die Möglichkeit, sich bei Kaffee und Kuchen  und einem kleinen, aber feinen Programm persönlich von Schwester Auxilia, Schwester Blanka und Schwester Klareta zu verabschieden. Herzliche Einladung!
Datum: 15.10.2017
Susanne Hoch