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Kirchen

St. Marien

Geschichte

Hochaltar Marienfigur
Hochaltar Marienfigur
Anfang des 19. Jahrhunderts kamen Arbeiter aus Böhmen und dem Frankenwald und bayrische Beamte nach Hof. Durch sie entstand nach dem Tod der letzten katholischen Äbtissin im Jahre 1564 erstmals wieder eine katholische Kirchengemeinde. Nachdem man einige Zeit einen Gottesdienstraum im Zollgebäude und eine „Kapelle“ in der Karolinenstraße genutzt hatte, entschloss sich die 539 Mitglieder zählende Gemeinde 1860 zum Bau einer Kirche.

Die von Pfarrer Eichhorn entworfenen Pläne folgten dem Stilideal der Neugotik. Im 19. Jahrhundert gab es, ähnlich wie heute wieder, ein lebendiges Interesse für das Mittelalter. Indem man die Bauformen dieser Zeit übernahm, identifizierte man sich zugleich mit ihrer Spiritualität, in der die Anbetung, die liebend-offene Begegnung mit dem lebendigen Gott eine große Rolle spielte. Bei der Feier des Gottesdienstes spürte man auch die Anwesenheit derer, die schon in der Fülle ihrer Lebendigkeit bei Gott sind. Darum stellte man sie sichtbar dar.

Die Ausstattung

In der Marienkirche finden sich auf den Seitenaltären die Heiligen Georg, Laurentius, Nikolaus, Antonius, Aloisius, Maria Magdalena, Bernhard, eine Herz-Mariä-Darstellung, Bonaventura, Otto, eine Herz-Jesu-Darstellung und die hl. Klara.

In den Chorfenstern sehen wir Darstellungen der Apostel Petrus und Paulus und der Bistumspatrone Heinrich und Kunigunde.

Bilder und Statuen zeigen uns die Heiligen Katharina und Franziskus, den Erzengel Michael, eine Darstellung der Maria Immaculata und eine Kreuzigungsgruppe. Wie die Darstellung der Mutter Gottes mit dem Kind im Hochaltar weisen auch sie uns auf den menschgewordenen Sohn Gottes hin.

Der Altarraum

Das Vortagekreuz von Backmund ist zugleich Baum des Lebens und durch die Verbindung mit dem Herzen Jesu auf seiner Rückseite, Sinnbild für den Kristallisationspunkt der Liebe Gottes, der wir in der Liturgie des Herz-Jesu-Freitags begegnen.

Außer dem Ambo (von Klaus Backmund), an dessen Vorderseite der Künstler stilisiert das Senfkorngleichnis (Mk 4,30-34) dargestellt hat, findet sich an einer Säule an der linken Seite der Kirche die Büste des Berliner Dompropstes Bernhard Lichtenberg, der als Märtyrer des Glaubens am 23. Juni 1996 durch Papst Johannes Paul II, selig gesprochen wurde. Durch seinen Tod in Hof auf dem Transport nach Dachau fühlt sich die Pfarrei St. Marien diesem mutigen Zeitzeugen ganz besonders verbunden, ähnlich wie dem Münchner Pater Rupert Mayer, dessen Reliquie der Altar birgt.